Hallo, ich bin wieder da!
Nach 1 1/2 wochen bin ich nun endlich wieder in Devauchelle bei Dawn. Ich bin ein wenig rumgekommen und ein wenig eher wieder da als geplant. Ich berichte euch jetzt von meinem kleinen Trip. Als erstes ging es für mich zu den Moeraki Bouldern. Riesiege Gesteinsblasen die unter Druck vor Millionen von Jahren entstanden sind, war ziehmlich Beeindruckend! Hätte nie gedacht dass die So groß sind. Kurze Zeit später war ich dann an der Catlins Coast, süd-östlich in Neuseeland. Hab auch dort meine erste Nacht im Zelt verbracht. Am nächsten Morgen hat es dann natürlich geregnet, wie sollte es auch anders sein. Zelt im regen abgebaut und weiter getrampt. Am frühen Abend bin ich dann in Bluff am südlichen Ende der Südinsel angekommen. Komplett durchnässt und halb erfrohren ging es für mich in ein Hostel. Da habe ich mir schon gedacht, na dass kann ja heiter werden auf Steward Island. Am Morgen dann die überraschung, Sonnenschein und eine ruhige Überfahrt mit der Fähre nach Steward Island. In Oban angekommen habe ich mich gleich an das örtliche Informationszentrum gewendet wegen dem Track den ich machen wollte. Die Frau die mich beraten hat war sehr ängstlich und hat mich mit ihren ganzen Warnungen fast nervös gemacht. Aber so leicht bin ich nicht kleinzubekommen! Also ging es am ersten Tag gleich los, 18 km waren es zu laufen. Der Track verlief die meiste Zeit im Regenwald und war daher sehr Matschig! Ich bin aber gut durchgekommen und war schliesslich nach 5 h an der Hütte. Der zweite Tag war schon ein wenig mehr, da ich eine Hütte überspringen wollte. So standen 24 km dichter Regenwalt und lange einsams Strände zwischen mir und der nächsten Hütte. Ein Gewaltmarsch war das, am Abend hab ich gedacht ich muss sterben! Von da an hab ich es ein wenig ruhiger angehen lassen und habe keine Hut mehr geskippt. Die darauffolgenden Tage hatte ich nur 8,5 und 9 km zu gehen. Am vierten Tag war es auch dann endlich soweit! Ich habe einen wilden Kiwi gesehen, in freier Wildbahn. Echt unbeschreiblich ruhige Tiere! Nach dem ersten Kiwi war ich total aufgeregt und was passiert mir laufen noch zwei weiter vor die Füsse. Ihr müsst wissen, Kiwis sind eigentlich sehr scheu und Nachtaktiv. Ich habe sie am hellichten Tag gesehen und sie sind ganz nah an mir vorbei gegangen. Um dann noch einen draufzusetzten war ich kurz vor der Hut noch eine Runde schwimmen im Meer. Ich hatte echt traumhaftes Wetter. Die Gesellschaft auf den Hütten war auch sehr gut, mal zwei Amerikaner dann ein pärchen aus Kanada, drei deutsche in meinem Alter und mit denen ich am meisten zusammen war, einer aus Auckland und eine aus Amerika. Mit denen hatte ich gute Unterhaltungen. Naja wie auch immer, zurück zum Track. Die beiden darauffolgende Tag hatte ich jeweils 15 k vor mir. War auch einigermaßen einfach, wäre ich nicht dummerweise auf so einer bescheuerten nassen Wurzel umgeknickt. Seit dem war mein Fuß dick und tat beim auftreten weh, aber ein Indianer kennt keinen Schmerz. So hieß es also Zähne zambeisen und weiter. Am 6. Tag hat es das Regnen angefangen und die oben erwähnten 15 km wurden zur Höllentour! Aber ich glaube so einen Tag lässt sich auf einer Insel so nahe an der Antarktik nicht vermeiden. (Achtung Achtung: Ich habe auf dem Track viel gelesen so habe ich endlich mal wieder ein Buch komplett gelesen, meine Lektüre war Tony Parsons Man and Boy) kleine Randnotiz! Der nächste Tag war dann nochmal ein gutes Stück zu gehen, insgesamt knapp 30 km durch Sumpf und über nen Hügel. Gelaufen bin ich in Short und Tshirt wobei es dann für 10 Minuten gehagelt hat, dass Wetter schlägt so schnell um. Kurze Zeit drauf strahlend blauer Himmel, sehr komisch!?! Einziger lichtblick ein weiterer Kiwi. Die letzte Nacht hab ich dann im Zelt frierend verbracht, seitdem bin ich auch erkältet!!! Grrrrrt!!! Am Morgen ging es dann nochmal die letzten 12 km zurück nach Oban und dann mit der Fähre wieder nach Bluff. Gelaufen bin ich insgesamt 125 km an 8 Tagen. Von Bluff bin ich dann nach Dunedin getrampt, so mich dann eine Frau eingeladen hat bei ihr im Caravan zu schlafen, da ich eh nicht wusste wohin und es auch schon 10 Uhr abends war hab ich das Angebot dankend angenommen. Frisch ausgeruht ging es dann heute noch bis nach Akaroa, wo ich jetzt auch wieder gemüdlich im Bettchen liege, meine Erkältung auskuriere und meinen Fuß schone. Insgesamt hatte ich mehr vor, aber die Gesundheit geht vor! Eine Woche ausruhen und dann wieder auf die Tour, ich will ja noch den Milford Sound sehen bevor das Wetter zu schlecht wird. Bis dahin machts gut und viel spass mit den bald kommenden Bildern!
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